Schlagwort: Eberswalde

400(+1) Jahre Finow-Kanal

Am 23.09.2021 wurde die Feier aus Anlass des 400jährigen Bestehens des Finow-Kanals nachgeholt. Viele Eberswalder:innen und Gäste kamen an die Stadtpromenade, um 8 dampfgetriebene Schiffe aus Deutschland und der Schweiz zu sehen. Die Schiffseigner ermöglichten kleine Rundfahrten für alle auf dem Kanal. Das fand großen Anklang bei den Besuchern. Landrat Daniel Kurth eröffnete mit einer kurzen Ansprache die Feier.

Die Attraktivität des Finow-Kanals vor allem für Wassersportler und Freizeitkapitän:innen ist ungebrochen. Der Finow-Kanal ist mit seiner über 400jährigen Geschichte die älteste künstliche Wasserstraße Deutschlands.

Fast alle Schleusen werden von April bis Oktober von Hand bedient. Das ist ein weiteres Alleinstellungsmerkmal der rund 43 Kilometer langen Wasserstraße. Der komplette Kanal steht unter Denkmalschutz.

Die weitere Existenz des Finow-Kanals stand in den letzten Jahren auf der Kippe, da der Finow-Kanal als Wasserstraße für die Industrieschifffahrt nur eine untergeordnete Rolle spielt. Einen großen Anteil an der Rettung dieses Kleinods hat der Verein Unser Finowkanal e.V., der mit einem Stand auf dem Fest vertreten war.

Informationen über die Rettung des Finow-Kanals gibt es unter anderem hier.

Hier ein paar Bilder vom Stadthafen Eberswalde:

Foto: Stephan Backert
Foto: Stephan Backert
Foto: Stephan Backert
Foto: Stephan Backert
Foto: Stephan Backert
Foto: Stephan Backert
Foto: Stephan Backert
Foto: Stephan Backert
Foto: Stephan Backert

Die #Zukunftswoche2021 geht zu Ende

Mit dem heutigen Sonntag geht auch die #zukunftswoche2021 zu Ende. Eine Woche voller Veranstaltungen, Aktionen und Ereignisse sowohl online als auch im realen Leben gehen heute zu Ende. Am heutigen Sonntag stehen noch einmal 5 Veranstaltungen auf dem Programm. Hier findet ihr die Details.

Das Eberswalder Rathaus mit dem Logo der Zukunftswoche. Foto: Stephan Backert

Gestern habe ich noch einmal drei Veranstaltungen besuchen können, von denen ich hier kurz berichten will. Da wäre als Erstes die Kidical Mass zu nennen. Ich schätze, das es rund 100 Teilnehmende waren, die für mehr sicherere Radverkehrswege für die Jüngsten unter uns unterwegs waren. Eingebettet war diese Veranstaltung in einen bundesweiten Aktionstag. Vom Eberswalder Marktplatz ging es zum Hauptbahnhof und über die Grabowstraße und am Weidendammpark entlang wieder zum Marktplatz. Die große Teilnehmerzahl zeigt, dass das Thema Radverkehr auf die Tagesordnung gehört.

Die Kidical Mass am 18.09.2021 auf dem Eberswalder Marktplatz. ©gruenewellepodcast/Stephan Backert
Die Kidical Mass am Hauptbahnhof Eberswalde. Foto: Stephan Backert

Anschließend habe ich den Friedhof Eberswalde besucht. Bundesweit wird an diesem Wochenende der Tag des Friedhofs begangen. Passend zur Podcast-Kurzfolge mit Christian Haas vom Bestattungshaus Deufrains aus Eberswalde war das für mich auch eine schöne Gelegenheit, mich über die anderen Angebote in Eberswalde in dieser Hinsicht zu informieren. Herr Haas zeigte mir noch einen Natur-Sarg, der einen Beitrag zur Entlastung unserer Umwelt leistet.

Natursarg aus Kiefernholz. Foto: Stephan Backert

Ein längeres Gespräch ergab sich mit einer Mitarbeiterin vom Hospiz Am Drachenkopf, dem ich auch aus persönlichen Gründen zu großem Dank verpflichtet bin.

Jede:r kennt die pandemiebedingten Schwierigkeiten der letzten Monate. Umso mehr freut es mich, wenn ich Menschen endlich real kennenlerne, mit denen ich vorher nur online Kontakt hatte. Mit Vera Thaxton war das der Fall. Für Episode 8 der Grünen Welle hat Vera zwei Songs aufgenommen. Gestern habe ich sie bei einem 30minütigen Konzert auf dem Eberswalder Friedhof hören können – und auch ein paar Worte “in Echt” mit ihr gesprochen. Vera ist Singer-/Songwriterin und arbeitet an ihrem ersten Album. Wenn das Album veröffentlicht wird, gibt es auf jeden Fall bei der Grünen Welle etwas zu hören.

Vera Thaxton und eine Mitarbeiterin der Stadt Eberswalde. Foto: Stephan Backert
Informationsstände auf dem Friedhof Eberswalde. Foto: Stephan Backert

Sowohl am Donnerstag als auch am gestrigen Sonnabend hat Moritz Sanne von der Barnimer Energiewandel eG Möglichkeiten vorgestellt, wie Jede:r zum eigenen Energieproduzenten werden kann. Die Barnimer Energiewandel eG ist eine Genossenschaft. Sie bietet allen Bürger:innen die Möglichkeit, preiswert Solarstrom selbst zu erzeugen. Als Mitglied der Genossenschaft wird das preislich noch etwas attraktiver. Moritz ist in dieser Podcast-Episode im Interview.

Bei den beiden Terminen in der Thinkfarm haben sich viele Interessierte über diese einfache Möglichkeit für die eigene, private Energiewende informieren können.

Moritz Sanne – Eberswalder Botschafter für die Energiewende. Foto: Stephan Backert

Die Zukunftswoche 2021 ist jetzt vorbei. Für mich war das eine spannende Woche. Zum einen natürlich als Podcast-Produzent. Eine Frage für mich ist, wie die Idee bei Euch ankommt, an 5 Wochentagen eine Kurzausgabe der Grünen Welle online zu stellen. Von diesen Kurzfassungen sollen jetzt demnächst die Langfassungen erscheinen. Was sagt ihr zu diesem Release-Modus?

Aus organisatorischer Sicht war es sehr schön, das es zu jedem Podcast auch öffentliche Veranstaltungen mit den Protagonist:innen vor Ort gab. In dieser Zeit nicht selbstverständlich. Gern möchte ich noch einmal die hervorragende Zusammenarbeit mit den Kreiswerken Barnim, speziell mit Frau Bassin und Frau Neumann hervorheben. Beide haben mich in der Vorbereitung und bei der Veröffentlichung bestens unterstützt, in dem zum Beispiel alle Folgen auch auf den Kanälen von @barshare und auf der Webseite der Zukunftswoche veröffentlicht wurden. Auch die Stadt Eberswalde, die Hochschule für nachhaltige Entwicklung und der Landkreis Barnim haben die Zukunftswoche engagiert und motiviert vorbereitet und unterstützt.

Ganz klar wünsche ich mir im nächsten Jahr eine Fortsetzung. Und verbunden damit auch mein Wunsch, dass sich auch Partner:innen in den Gemeinden finden, die in diesem Jahr noch nicht vertreten waren.

Zusammen für ein gutes Morgen!

Die #zukunftswoche2021 am 14.09.2021 auf der Ebertwiese

Für Eberswalder:innen und ihre Gäste gab es am 14. September 2021 jede Menge Wissenswertes auf der Wiese an der Friedrich-Ebert-Straße zu entdecken. Das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin war gleich mit zwei Infoständen vertreten. Bei den Kreiswerken Barnim konnte man Wissenswertes über den E-Mobilityanbieter BarShare erfahren.

Die Wiese an der Friedrich-Ebert-Straße in Eberswalde am 14.09.2021. Foto: Stephan Backert

Von Bootschaften und Insekten

Passend zu dem Vor-Ort-Termin am 14.09.2021 hat die Grüne Welle im Rahmen der #zukunftswoche2021 eine Podcast-Folge mit Holger Wiechmann und Evelyn Niemeier über das Forschungsschiff Solar Explorer (Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin) veröffentlicht. Seit Aufzeichnung dieser Folge im Mai gibt es schon wieder Neues vom Schiff. Im persönlichen Gespräch vor Ort berichtete mir Holger Wiechmann von neuen Plänen für die Solar Explorer. Im Juni 2022 gibt es auf dem Boot ein Symposium mit Experten aus der Region rund um das Thema Nachhaltigkeit im weitesten Sinne. Einführende Veranstaltungen sollen -wenn es die Pandemie zulässt- bis Mitte Oktober 2021 auf dem Boot stattgefunden haben. In der Hauptsache sollen die Schulen unserer Region angesprochen werden. Aber jede:r andere Interessierte soll online die Möglichkeit haben, sich daran zu beteiligen. Kontakt: Kulturlandschaft Uckermark e.V., Holger Wiechmann -Telefon: 01525/ 45 33 116.

Gleich neben der Solar Explorer war der Info-Stand vom Brommi-Projekt, ebenfalls vom Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin. Die beiden Projekt-Managerinnen Hanna Rubenbauer und Heidi Lehmann erzählten mir von ihrer Arbeit. Es geht nicht nur um den Schutz von Bienen. Im Vordergrund des Projektes stehen die Zusammenhänge zwischen den Zielen im Insektenschutz und den Interessen von Landnutzer:innen, Kommunen und Unterhaltungsverbänden. Kurz gesagt: wie kann man Insektenschutz und Nutzung der Landschaft miteinander vereinbaren. Das fängt mit kleinen Dingen an. Am Infostand gab es ein Bündel Schilf – ein hervorragender Lebensraum für Tiere, auch für Insekten.

Hanna Rubenbauer (links) und Heidi Lehmann und ein Bündel Schilf . Foto: Stephan Backert

Am Infostand gab es Samenbomben zum Mitnehmen – mit etwas Wasser und ein wenig Pflege kann man so im Garten oder auf dem Balkon einen Lebensraum für Insekten schaffen. Das Brommi-Projekt gibt es in fünf deutschen Biosphärenreservaten.

Seed Bombs und Informationen. Foto: Stephan Backert

E-Mobilität neu gedacht

Der Landkreis Barnim macht mittlerweile bundesweit Schlagzeilen: mit seinem E-Mobility-Anbieter BarShare. Für herkömmliche Car-Sharing-Anbieter ist ein Angebot in einer ländlichen Region wie dem Barnim wirtschaftlich unattraktiv. Das ÖPNV-Angebot kann viele Bedürfnisse auch nicht berücksichtigen. Deswegen hat man im Barnim ein neues Konzept entwickelt: ein Teil der BarShare-Flotte wird zu den Bürozeiten von Mitarbeitenden in Ämtern und Behörden von Kommunen und Landkreis genutzt. Außerhalb der Bürozeiten können nach einer unkomplizierten Anmeldung alle Autos von den Bürger:innen genutzt werden. Eine große Auswahl an Standorten und Lademöglichkeiten macht dieses Angebot auch für entlegenere Gebiete attraktiv. Sowohl PKW als auch Kleintransporter sind mietbar. Anja Neumann, Ina Bassin und ihre Kolleg:innen stellten dieses Angebot den Bürger:innen vor.

Frau Neumann und Frau Bassin waren -neben der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde und der Stadt Eberswalde- aktiv in die Vorbereitungen zur #zukunftswoche2021 eingebunden. Trotz der Corona-Pandemie ist es gelungen, ein attraktives und umfangreiches Veranstaltungsangebot zusammenzustellen.

Anja Neumann (links) und Ina Bassin präsentierten das BarShare-Angebot auf der Ebert-Wiese. Foto: Stephan Backert

Kinder (und Erwachsene) in Bewegung bringen

An der Bernauer Heerstraße

Wie kann man am Samstag den Vormittag verbringen? Einkaufen, kochen, putzen – das sind Möglichkeiten. Ich habe mich heute anders entschieden und bin mit Christian und Jannik vom ADFC und Frank, der in vielen Zusammenhängen in Eberswalde engagiert ist, auf eine kleine Wanderung gegangen. Den Kontakt hat meine Lebensgefährtin Myriam über Bündnis 90/Die Grünen hergestellt. Ich selbst war heute in meiner Funktion als einer der Sprecher:innen für den VCD Barnim unterwegs. Nun sind wir natürlich nicht ohne Grund einfach so spazieren gegangen. Christian hatte die Idee vorgeschlagen, mal zu prüfen, welche Möglichkeiten es für kurze Rundwanderwege in Eberswalde gibt. Wir reden da von circa 2 bis 6 Kilometern Länge. Heute sind wir eine ca. 6km lange Tour um und auf der Bernauer Heerstraße gelaufen.

Viele Barnimer:innen und Uckermärker:innen stellen sicher auch fest, das mit den Corona-Einschränkungen akuter Bewegungsmangel einhergeht. Gerade für Kinder ist das im Moment ein echtes Problem: kein Sportunterricht, kein Sportverein – da kann eine kurze Runde im Wald durchaus hilfreich sein, dem Familien-Koller vorzubeugen.

Es gibt viele gute Wanderwege in und um Eberswalde. Bei besserer Verknüpfung und entsprechend guter Beschilderung ließen sich aus den vorhandenen Wegen schöne und kurze Rundwanderwege entwickeln. Wir haben in einem ersten Austausch Möglichkeiten der Umsetzung besprochen und sowohl digitale als auch analoge Varianten diskutiert. Der Kontakt mit den zuständigen Behörden wird gesucht werden.

Ich hoffe und wünsche mir, dass dieser Prozess eine Fortsetzung findet.

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